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Medikation im Alter 2019

5. Fachtag Medikation im Alter: „Evidenz und Alltag – ein Widerspruch?“


Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

für eine große Zahl alter Menschen sind Medikamente ständige Begleiter, oft sind es viele unterschiedliche Substanzen, die regelmäßig eingenommen werden müssen: Die WHO-Definition der Polypharmakotherapie von zumindest 5 regelmäßig eingenommenen Medikamenten ist für viele Menschen Realität.

Mit der Zahl der verordneten Medikamente steigt auch das Risiko unerwünschter Arzneimittelwirkungen. Die medikamentöse Therapie im höheren Lebensalter ist daher oftmals herausfordernd: Interaktionen und Nebenwirkungen sowie die damit verbundenen Risiken sind für klinisch tätige ÄrztInnen kaum mehr überschaubar, zumal die im Alter häufige Polymorbidität die Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachrichtungen erfordert. Leider ist die Evidenzlage für die Pharmakotherapie im Alter sehr unbefriedigend, als Folge berücksichtigen medizinische Leitlinien polymorbide PatientInnen nur unzureichend, was die Entscheidungsfindung zusätzlich erschwert.

Zahlen, die eine hohe Rate von unerwünschten Arzneimittelwirkungen bei alten Menschen zeigen, dürfen allerdings nicht dazu führen, notwendige Therapien vorzuenthalten, sondern definieren eine besondere Sorgfalt in Bezug auf Indikationsstellung, Dosierung und Therapiemonitoring. Die sorgfältige Interpretation von Studienergebnissen kann dabei ebenso hilfreich sein wie das Berücksichtigen ethischer Aspekte.

Die Themenpalette des 5. Fachtages Medikation im Alter versucht, diesen komplexen Themen gerecht zu werden, zeitliche Planung und offener Rahmen sollen beitragen, eine lebendige Interaktion zwischen Publikum und Vortragenden zu ermöglichen und auf Fragestellungen individuell einzugehen.

Prim. Univ.-Prof Dr. Bernhard Iglseder Salzburg

Chefarzt Univ.-Prof. Dr. Markus Gosch, MSc Nürnberg

Prof. Dr. Thomas Frühwald Wien


Konzeption und Planung in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie (ÖGGG)